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Jugend-Check Thüringen erprobt neues Format zur Einbindung junger Menschen

04.05.26

Beim Jugend-Check Thüringen wird erprobt, durch welche Formate junge Menschen in den laufenden Prozess eines Jugend-Checks einbezogen werden können. Nun beginnt mit der „Jugend-Befragung“ eine neue Phase: Junge Thüringerinnen und Thüringer können über Online-Umfragen ihre Perspektiven auf geplante Gesetze einbringen.

Ein Briefkasten an einer Straße. Im Hintergrund sind verschwommen Büsche, Wiese und Bäume zu erkennen.

5.000 zufällig ausgewählte junge Menschen aus Thüringen erhalten in den nächsten Tagen Post vom Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie (TMSGAF). Darin werden sie eingeladen, Teil des „Jugend-Panels“ beim Jugend-Check Thüringen zu werden.

Einladung zur Teilnahme am Jugend-Panel des Jugend-Check Thüringens

Als Teil des Jugend-Panels können die jungen Menschen die Thüringer Landesregierung aus ihrer persönlichen Sicht bei Gesetzesvorhaben beraten, indem ihre Perspektiven im Jugend-Check Thüringen berücksichtigt werden. Dies geschieht durch die Teilnahme an der Jugend-Befragung. Hierbei handelt es sich um digitale Umfragen, zu welchen das TMSGAF die Mitglieder des Jugend-Panels einladen wird. Erstellt und ausgewertet werden die anonymen Umfragen von der Projektstelle Jugend-Check Thüringen (ProJCT) am Deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung (FÖV), welche vom TMSGAF für die Umsetzung des Jugend-Checks Thüringen gefördert wird.

Jugendministerin Schenk: „Demokratie beginnt mit Mitbestimmung im Alltag“

Die Thüringer Jugendministerin Katharina Schenk betont die Bedeutung des neuen Formats: „Demokratie lebt vom Mitmachen – und sie beginnt im unmittelbaren Lebensumfeld junger Menschen. Beteiligung ist ein Grundrecht: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind Expertinnen und Experten in eigener Sache. Formate wie die Jugend-Befragung geben ihnen die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, ihre Standpunkte konstruktiv einzubringen und so aktiv an politischen Entscheidungen mitzuwirken. Das stärkt nicht nur ihre Gestaltungskompetenz, sondern auch die Identifikation mit ihrem Umfeld. Gleichzeitig wissen wir, dass Beteiligung bislang nicht alle gleichermaßen erreicht. Deshalb ist es unser Anspruch, Angebote wie das Jugend-Panel so inklusiv und niedrigschwellig zu gestalten, dass möglichst viele junge Menschen – unabhängig von Wohnort oder Lebenssituation – ihre Perspektiven einbringen können.“

Auswertung und Veröffentlichung der Ergebnisse

Die Ergebnisse der Umfrage ergänzen die wissenschaftliche Gesetzesfolgenabschätzung. Sie werden gemeinsam mit dem Jugend-Check an das zuständige Landesministerium als Rückmeldung zum Gesetzentwurf weitergegeben. Zudem werden die Ergebnisse als Gesamtauswertung veröffentlicht.

Eine Bewerbung für die Teilnahme am Jugend-Panel ist leider nicht möglich: Die Adressen wurden zufällig aus dem Melderegister gezogen und nach Alter, Wohnortgröße und Geschlecht gewichtet.

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