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Partizipative Einbindung

In Thüringen wird der Jugend-Check erstmalig um die Einbeziehung junger Menschen in den laufenden Prozess eines Jugend-Checks erweitert. Bei Gesetzentwürfen mit besonderer Relevanz für junge Menschen in Thüringen werden junge Menschen eingeladen, ihre Einschätzungen zum jeweiligen Gesetzentwurf einzubringen. Die Beteiligung junger Menschen ist im Sinne einer konsultativen Einbindung zu verstehen. Als Expertinnen und Experten in eigener Sache bringen die Teilnehmenden Einschätzungen mit Blick auf die eigene Lebensrealität ein. Dies ermöglicht das Aufdecken „blinder Flecken“ in Bezug auf mögliche Folgen des Gesetzes für junge Menschen.

Die Beteiligung erfolgt ergänzend zur wissenschaftlichen Gesetzesfolgenabschätzung durch die Projektstelle Jugend-Check Thüringen (ProJCT). Im Projektzeitraum von drei Jahren werden verschiedene Beteiligungsformate zur partizipativen Einbindung junger Menschen erprobt. Dies dient dazu das für den Jugend-Check Thüringen bestmögliche Beteiligungsformat zu identifizieren.

Die Ergebnisse werden dokumentiert, gegliedert und in einem Dokument aufbereitet. Dieses wird dem Jugend-Check Thüringen angehängt und somit in den weiteren Gesetzgebungsprozess eingespeist. Über die Berücksichtigung der Ergebnisse der partizipativen Einbindung im jeweiligen Gesetzentwurf entscheidet das federführende Ressort.

Durchführung der partizipativen Einbindung junger Menschen: Servicestelle Mitbestimmung

Die partizipative Einbindung junger Menschen beim Jugend-Check Thüringen wird durch die Servicestelle Mitbestimmung am Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport durchgeführt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ProJCT begleiten die Veranstaltungen zur partizipativen Einbindung junger Menschen mit inhaltlichen Impulsen, sind jedoch nicht an der Organisation beteiligt. Weitere Informationen zum aktuell erprobten Modell zur Einbindung junger Menschen und zu entsprechenden Veranstaltungen finden Sie auf der Informationsseite der Servicestelle Mitbestimmung.