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Kurz erklärt

Der Jugend-Check Thüringen

Ziel des Jugend-Checks ist es, die Gesetzgebung in Thüringen jugendgerechter zu machen. Jugendgerecht bedeutet dabei, dass die Auswirkungen auf junge Menschen schon bei der Entstehung neuer Gesetze mitgedacht werden. Jugend meint das Alter zwischen dem Eintritt in die Sekundarstufe (nach der Grundschule) bis zum Ende der Ausbildung.

Die Projektstelle Jugend-Check Thüringen unterstützt die Ministerien in Thüringen dabei, junge Menschen in der Gesetzgebung mitzudenken. Wenn ein neues Gesetz geplant wird, schauen wir uns dieses Gesetz genau an. Dabei prüfen wir, welche Auswirkungen für junge Menschen zu erwarten sind. Danach geben wir diese Informationen zur Unterstützung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Thüringer Ministerien weiter. Diese arbeiten als Expertinnen und Experten an den Gesetzen. Sie können sich durch den Jugend-Check informieren und den Gesetzentwurf noch einmal verändern, damit die Bedürfnisse junger Menschen berücksichtigt werden oder damit es durch das Gesetz nur Auswirkungen gibt, die beabsichtigt sind.

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Oft wird nicht mitgedacht, wie sich ein Gesetz besonders auf junge Menschen auswirkt.
Das kann unterschiedliche Ursachen haben:

• Manchmal fehlen den Expertinnen und Experten in den Ministerien Informationen darüber, was ein Gesetz für junge Menschen bedeutet und wie es sich in ihrem Alltag auswirken wird.
• Manchmal wissen die Expertinnen und Experten in den Ministerien nicht, dass ein neues Gesetz Auswirkungen haben könnte, die sie gar nicht beabsichtigt haben.

Jugend ist eine besondere Phase im Leben. Sie besteht aus großen Herausforderungen, weil junge Menschen wichtige Entscheidungen für ihr Leben treffen und selbstständig werden. Daher ist es wichtig, diese Lebensphase bei politischen Entscheidungen genau in den Blick zu nehmen.
Doch das ist nicht einfach. Denn zum einen sind junge Menschen und ihre Lebenslagen sehr vielfältig. Sie haben unterschiedliche Interessen, unterschiedliche Lebensumstände, sie wohnen in der Stadt oder auf dem Land. Zum anderen kann ein Gesetz auch Auswirkungen auf junge Menschen oder eine Gruppe junger Menschen haben, obwohl es etwas ganz anderes regeln soll.

Durch den Jugend-Check Thüringen unterstützen wir die Ministerien und die Politik dabei, junge Menschen bei der Gesetzgebung nicht zu vergessen. Dadurch entstehen gute Gesetze für alle Menschen in Thüringen.

Die Prüfung läuft beim Jugend-Check in zwei Schritten ab: Zuerst kommt eine Vorprüfung. Dabei finden wir heraus, ob das neue Gesetz überhaupt Auswirkungen auf junge Menschen hätte. Nur wenn die Antwort „Ja“ lautet, führen wir eine Hauptprüfung durch. Dann schreiben wir einen Jugend-Check.


Bei uns arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Wir schauen uns das geplante Gesetz genau an und prüfen, welche Auswirkungen für junge Menschen in Thüringen zu erwarten sind.

Dabei fragen wir uns: Wo im Leben junger Menschen hat das Gesetz Auswirkungen – zum Beispiel auf der Arbeit oder in der Freizeit? Und wie wirken sich diese aus? Haben durch das Gesetz junge Menschen zum Beispiel mehr Geld zur Verfügung? Oder verändern sich ihre Möglichkeiten, Ziele mit Bus und Bahn zu erreichen? Wichtig ist uns auch: Wie wirkt sich das Gesetz auf unterschiedliche Gruppen junger Menschen aus? Zum Beispiel kann sich das Gesetz auf junge Menschen in der Stadt anders auswirken als auf dem Land. Oder auf Schülerinnen und Schüler anders auf junge Menschen in Ausbildung.

Lesen kannst du alle Jugend-Checks auf dieser Seite. Es gibt sie in der komplizierten Version, die für Expertinnen und Experten zum Beispiel in den Ministerien und in Verbänden sowie für die Politik gedacht ist. Für alle anderen veröffentlichen wir außerdem eine Kurz-Version. Darin sind wichtige Ergebnisse zusammengefasst. Außerdem erklären wir Fachbegriffe.
Die gute Nachricht ist: Junge Menschen können zu manchen Jugend-Checks in Thüringen direkt beitragen. Das gilt für ausgewählte Gesetze, die für junge Menschen besonders wichtig sind. Allerdings kann man sich nicht direkt für eine Beteiligung anmelden. Es wird ausgelost, welche jungen Menschen dazu eingeladen werden.

 

Die Einbindung junger Menschen wird von der Servicestelle Mitbestimmung organisiert. Weitere Informationen zur Einbindung junger Menschen gibt es daher dort.